Du hast tausende Produkte, zig Excel-Listen, unterschiedliche Beschreibungen in Shop, Katalog und Marktplatz – und ständig funkt dir noch jemand mit einer neuen Produktinfo dazwischen? Dann wird’s Zeit, dass wir über PIM reden.
Was ist ein PIM-System, und warum spielt es eine so zentrale Rolle im modernen E-Commerce?
PIM steht für Product Information Management, also eine Plattform, auf der du alle deine Produktdaten zentral verwalten kannst: Artikelnummern, Masse, Preise, Bilder, Videos, Beschreibungstexte, technische Daten, Übersetzungen … alles an einem Ort. Keine zehn Versionen mehr von derselben Excel-Datei. Kein „Wo war nochmal das aktuelle Datenblatt?“. Stattdessen: eine klare, saubere Datenbasis für alle Teams und alle Kanäle.
Oder wie man im Fachjargon sagt: eine einzige Quelle der Wahrheit (auch bekannt als Single Source of Truth). Klingt dramatisch, ist aber genau das, was du brauchst, wenn dein Produktdaten-Chaos langsam die Oberhand gewinnt.

PIM vs. ERP vs. Excel: Wer kann was?

Excel ist wie ein Notizblock: schnell gezückt, aber nicht für ganze Romane gedacht.
ERP kümmert sich ums grosse Ganze: Einkauf, Lager, Rechnungen. Produktdaten? So lala.
PIM ist wie ein digitales Redaktionsbüro für deine Produkte: strukturiert, zentral, teamfähig.
Wann macht ein PIM-System wirklich Sinn?
Du brauchst kein PIM, wenn du drei Produkte hast und alle Infos im Kopf.
Aber du brauchst ziemlich sicher eins, wenn:
- Du viele Produkte hast
100? 1.000? 10.000? Irgendwann willst du deine Artikel nicht mehr einzeln anfassen. Ein PIM hilft, Daten zentral zu pflegen – einmal sauber gemacht, überall korrekt ausgespielt.
- Du in mehreren Sprachen, Kanälen oder Ländern verkaufst
Onlineshop auf Deutsch, Amazon auf Englisch, PDF-Katalog auf Französisch? Willkommen in der Übersetzungshölle – ausser, du hast ein PIM.
- Dein Team wächst (und die Excel-Chaos-Gefahr auch)
Wenn mehrere Leute an denselben Infos arbeiten (Marketing, Vertrieb, Produktteam…), brauchst du ein System, das Regeln kennt, und nicht nur „Tabellen mit Farbe“.
- Du schnell in neue Märkte willst
Produktdaten auf Knopfdruck für neue Kanäle exportieren? Das geht nur mit Struktur. Und Struktur heißt: PIM.
Was ist ein PIM-System in der Praxis? Typische Szenarien
Ein internationaler Händler
Dein Team verkauft auf Marktplätzen, im Shop, über Händlernetzwerke. Produkttexte, Spezifikationen, Bilder – alles in mehreren Sprachen. Und alles soll bitte schön gleichzeitig korrekt sein? Ohne PIM wird’s sportlich.
Ein Hersteller mit 5.000 Produkten
Neue Produkte kommen rein, alte müssen überarbeitet werden, Bilder ändern sich, Datenblätter auch. Du willst nicht jede Info fünfmal anfassen, also brauchst du ein System, das zentral denkt.
Ein Unternehmen mit mehreren Abteilungen
Marketing schreibt Texte, die IT kümmert sich um Strukturen, der Vertrieb will Preise ändern. Und alle sollen sich nicht in die Quere kommen? Zeit für ein PIM.
Magento + PIM = Dream-Team
Wenn du einen Magento-Shop betreibst (Open Source, flexibel, aber datenhungrig), ist ein PIM fast Pflicht. Besonders bewährt:
- Akeneo: Open-Source oder Enterprise, übersichtlich, integrationsstark.
- Pimcore: All-in-One-Lösung mit CMS, DAM und PIM in einem.
Beide lassen sich direkt an Magento anbinden. Produktdaten fliessen automatisch vom PIM in deinen Shop. Keine Copy-Paste-Orgie mehr. Einfach gepflegt → synchronisiert → fertig.
Was gibt’s noch auf dem Markt?
Neben Akeneo und Pimcore gibt’s noch viele andere, z. B.
- Salsify (stark für D2C und Commerce-Clouds),
- Contentserv (vielseitig, Enterprise-ready),
- Syndigo (mit Fokus auf Rich Content und Marktplätze).
Jedes System hat seine Spezialgebiete, aber alle verfolgen dasselbe Ziel: Deine Produktdaten zentralisiert, standardisiert und verteilt zu halten.
Fazit: Brauchst du ein PIM?
Wenn du’s noch nicht brauchst, brauchst du’s wahrscheinlich bald.
Denn je grösser dein Produktportfolio, dein Team oder deine Vertriebskanäle werden, desto schwieriger wird das Leben ohne PIM.
Ein gutes PIM spart dir Zeit, reduziert Fehler, beschleunigt Produkt-Launches und sorgt dafür, dass deine Kunden überall dieselben (richtigen!) Infos sehen, egal ob im Onlineshop, auf Amazon oder im Katalog.
Klingt spannend? Dann lass uns sprechen. Wir helfen dir, herauszufinden, ob ein PIM für dein Unternehmen Sinn macht, und welches.
Categories
E-Commerce- und Web-Spezialistin bei DevQon. Online einfach nur dabei sein? Langweilig. Sie sorgt dafür, dass Unternehmen im Netz auffallen: schnell, sichtbar und ohne digitalen Ballast. Mit über fünf Jahren Erfahrung in Shopify und Magento weiss sie: Ein langsamer Shop ist wie ein Kaugummi im Getriebe. Ob Webshop, Website oder Online-Marketing, sie bringt digitale Projekte auf Tempo und hilft, aus Besuchern begeisterte Kunden zu machen.