Auf einen Blick
- Native Schnittstelle: myfactory hat einen integrierten Shop-Connector über die SOAP-API, der Magento und Shopware unterstützt.
- Was fliesst: Artikel und Kataloge, Lagerbestände, Preise samt Staffeln, Auftragsstatus. Eingehende Bestellungen werden automatisch zu Verkaufsbelegen.
- Die native REST/OData-API ist nur lesend und eignet sich für Auswertungen, nicht für die vollständige Shop-Anbindung.
- Der häufigste Stolperstein: nicht die Schnittstelle, sondern die Qualität und Struktur der Daten in myfactory.
- Kosten: je nach Komplexität meist zwischen CHF 15'000 und 60'000 für Shop plus Anbindung.
Kurz erklärt: myfactory und der Webshop
myfactory ist ein Cloud-ERP für KMU. Für die Shop-Anbindung bringt es einen integrierten Shop-Connector mit, der über die SOAP-API läuft. Darüber lassen sich Artikel, Lagerbestände, Preise und Auftragsstatus mit dem Shop austauschen. Angenommene Bestellungen werden in myfactory automatisch zu Verkaufsbelegen. Wichtig zu wissen: Es gibt zwei Schnittstellen-Welten. Die SOAP-API ist bidirektional, sie liest und schreibt, und ist die Basis des Shop-Connectors. Die neuere native REST/OData-API ist dagegen primär lesend gedacht, etwa für Auswertungen in BI-Tools. Für eine vollständige Shop-Anbindung mit Rückschreibung führt der Weg über die SOAP-Schnittstelle oder eine zertifizierte Partnerlösung. Das klingt technisch, hat aber eine einfache Konsequenz: Die Anbindung selbst ist meist nicht das Problem. Das Problem sind die Daten, die durch sie fliessen. Genau das zeigen die folgenden drei Projekte.Projekt 1: Technischer Grosshandel mit Kundenpreisen
Ausgangslage. Ein technischer Grosshändler mit rund 40 Mitarbeitenden nahm Bestellungen per Telefon und Mail entgegen. Jeder Kunde hatte eigene Konditionen, gepflegt in myfactory-Preislisten mit Staffelpreisen. Herausforderung. Diese kundenindividuellen Preise und Staffeln mussten korrekt in den Shop. Ein eingeloggter Kunde sollte exakt seinen Preis sehen, nicht den Listenpreis. Genau hier scheitern viele Standard-Anbindungen. Lösung. Ein Magento-B2B-Shop, angebunden über den myfactory Shop-Connector. Die Preislisten und Staffeln wurden sauber auf die Magento-Kundengruppen gemappt, sodass jeder Login die richtigen Konditionen zeigt. Ergebnis. Die Stammkunden bestellen heute selbst, mit ihren Preisen. Die manuelle Auftragserfassung ging spürbar zurück, und der Innendienst gewann Zeit für Beratung statt Abtippen.Projekt 2: Hersteller mit grossem Artikelkatalog
Ausgangslage. Ein Hersteller mit mehreren tausend Artikeln und Ersatzteilen wollte seinen Kunden einen Self-Service für Nachbestellungen bieten. Die Artikeldaten lagen in myfactory, aber nicht in shop-tauglicher Form. Herausforderung. Die Artikelbeschreibungen waren technische Kurztexte, die Kategorien uneinheitlich, Varianten und Ersatzteile schwer zu navigieren. Die Schnittstelle hätte funktioniert, aber der Shop wäre unbrauchbar gewesen. Lösung. Vor der Anbindung kam die Datenaufbereitung. Kategorien wurden vereinheitlicht, Varianten sauber strukturiert, Ersatzteile den Hauptartikeln zugeordnet. Erst dann lief der Shop-Connector. Ergebnis. Kunden finden Ersatzteile heute selbst, statt anzurufen. Die Investition in die Datenqualität hat sich mehr ausgezahlt als jede Funktion im Shop.Projekt 3: Handel mit B2B und B2C parallel
Ausgangslage. Ein Händler verkaufte sowohl an Geschäftskunden als auch an Endkunden, mit mehreren Lagern und unterschiedlichen Preisen je Kanal. Herausforderung. Ein einziger Shop sollte beide Welten bedienen. B2B-Kunden mit Login und ihren Konditionen, B2C-Kunden mit Listenpreisen. Dazu die Frage, welcher Lagerbestand im Shop zählt. Lösung. Magento mit getrennten Kundengruppen für B2B und B2C, beide gespeist aus myfactory. Die Lagerlogik wurde früh definiert, damit der Shop nur verfügbare Ware anzeigt. Ergebnis. Ein System für beide Kanäle, statt zwei getrennter Welten. Weniger Pflegeaufwand, eine Datenquelle.Das wiederkehrende Muster: Es sind immer die Daten
Drei Projekte, drei Branchen, ein gemeinsamer Nenner. Die myfactory-Schnittstelle ist solide und tut, was sie soll. Was über Erfolg oder Frust entscheidet, ist die Qualität und Struktur der Daten in myfactory. Konkret tauchen diese Punkte fast immer auf:- Preislisten und Staffeln. Im B2B die halbe Miete. Sie müssen sauber auf Kundengruppen abgebildet werden.
- Artikeldaten. myfactory-Beschreibungen sind selten Verkaufstexte. Für einen brauchbaren Shop braucht es Aufbereitung, oft mit einem PIM.
- Kategorien und Varianten. Über Jahre gewachsen und uneinheitlich. Vor der Anbindung lohnt sich das Aufräumen.
- Lagerlogik. Bei mehreren Lagern muss definiert werden, welcher Bestand im Shop gilt.
- Auftragsrückschreibung. Status und Belege zurück in den Shop zu spielen, wird gern vergessen.
Was kostet eine myfactory-Webshop-Anbindung?
Weil myfactory einen nativen Shop-Connector mitbringt, ist der Einstieg oft günstiger als bei ERP-Systemen ohne eigene Schnittstelle. Den Preis treibt fast immer die Datenaufbereitung, nicht die Schnittstelle selbst. Realistische Spannen aus der Praxis:- CHF 15'000 bis 30'000 für einen Standard-Shop mit Basis-Anbindung und sauberen Daten.
- CHF 30'000 bis 60'000 für mittlere Komplexität mit Kundenpreisen, grossem Katalog und Datenaufbereitung.
- Darüber, wenn mehrere Lager, Kanäle oder Länder dazukommen.
Für wen sich der Weg lohnt — und für wen nicht
Eine Magento-Anbindung an myfactory lohnt sich, wenn Sie anspruchsvolle B2B-Anforderungen haben: kundenindividuelle Preise, grosse Kataloge, mehrere Kanäle. Hier spielt Magento seine Stärken aus. Und jetzt ehrlich: Nicht jeder myfactory-Nutzer braucht Magento. Wer einen einfachen Shop mit überschaubarem Sortiment will, fährt mit einer leichteren Lösung oft günstiger. Wir sind Magento-Spezialisten und sagen Ihnen offen, wenn Ihr Fall eine kleinere Lösung verträgt. Wie Sie generell zwischen Standard und Eigenbau entscheiden, zeigt der Artikel ERP-Webshop-Schnittstelle: Make vs Buy.Fazit und nächster Schritt
Zusammengefasst: myfactory bringt mit dem Shop-Connector eine solide Basis für die Magento-Anbindung mit. Synchronisiert werden Artikel, Lager, Preise und Aufträge. Der Erfolg entscheidet sich aber an Ihren Daten, nicht an der Schnittstelle. Wer Preislisten, Artikeldaten und Kategorien vorher aufräumt, kommt schnell und sauber live. Realistisch liegt ein Projekt zwischen CHF 15'000 und 60'000. Wenn Sie wissen wollen, wie eine myfactory-Anbindung für Ihre Prozesse aussieht, finden Sie hier unsere ERP-Schnittstellen im Überblick. Oder buchen Sie direkt ein 30-minütiges Erstgespräch. Kostenlos, unverbindlich, mit Antwort in 24 Stunden. Termin wählen.Häufige Fragen zur myfactory + Webshop
Hat myfactory eine native Webshop-Schnittstelle?
Ja. myfactory bringt einen integrierten Shop-Connector über die SOAP-API mit, der Magento und Shopware unterstützt. Damit lassen sich Artikel, Lager, Preise und Aufträge austauschen.
Welche Daten werden synchronisiert?
Typisch sind Artikel und Kataloge, Lagerbestände, Preise samt Staffeln sowie der Auftragsstatus. Eingehende Bestellungen werden in myfactory automatisch zu Verkaufsbelegen.
Was ist die grösste Herausforderung bei der Anbindung?
In den meisten Projekten nicht die Schnittstelle, sondern die Qualität und Struktur der Daten in myfactory. Preislisten, Artikelbeschreibungen und Kategorien sollten vor der Anbindung aufbereitet werden.
Reicht die native REST-API von myfactory für einen Shop?
Für eine vollständige Anbindung meist nicht. Die native REST/OData-API ist primär lesend. Für die Rückschreibung von Bestellungen führt der Weg über die SOAP-Schnittstelle oder eine Partnerlösung.
Was kostet eine myfactory-Magento-Anbindung?
Je nach Komplexität meist zwischen CHF 15’000 und 60’000 für Shop und Anbindung. Den Preis treibt vor allem die Datenaufbereitung.
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